Werden Sie Pate

Es gibt jetzt die Möglichkeit, für einzelne Teile im Kircheninneren Patenschaften zu übernehmen. Eine gute Gelegenheit, gezielt bei der Renovierung mitzuhelfen.

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Der elektronische Opferstock

Stumm und geduldig harrt er seiner Wohltäter, und doch ist der Ruf des Opferstockes seit dem alten Luther angekratzt (“wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt”). Ein Opferstock ist wahrlich nicht zu beneiden.

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Motto

“Stelle mein Haus wieder her!”

Am Tag der Grundsteinlegung - Sonntag, 28. August 1910 -  geht um 14.00 Uhr ein Festzug von der Klosterkirche St. Anna (jetzt St. Konrad) mit dem Allerheiligsten zum Bauplatz. Der Kapuziner P. Angelikus hält eine sehr eindringliche Predigt. Er erinnert an den Ordensstifter, den hl. Franziskus von Assisi, der selber Hand anlegte beim Kirchenbau. Es wäre für Altötting eine große Ehre, wenn seine Nachfolger das achte Jahrhundert des Bestehens des Franziskanerordens mit diesem Bauwerk einläuten würden, so meint der Prediger.

"Stelle mein Haus wieder her!" - Das Motto der Generalsanierung der Wallfahrtsbasilika St. Anna in Altötting stammt ebenso aus einer Lebensbeschreibung des hl. Franziskus. Mehr noch, es ist der franziskanische Ur-Auftrag innerhalb der Kirche, damals wie heute.

In der "Dreigefährtenlegende" aus dem Jahr 1246 wird berichtet:

Eines Tages, als Franziskus Gottes Barmherzigkeit noch inniger angerufen hatte, zeigte ihm der Herr, dass ihm sehr bald gesagt werde, was er tun müsse. Daraufhin war er von solcher Freude erfüllt, dass er es vor Fröhlichkeit nicht fassen konnte. Als er einige Tage später an der Kirche San Damiano unterhalb der Stadt Assisi vorbeiging, wurde ihm im Geiste gesagt, er solle zum Beten hineingehen. Er betrat die Kirche und begann innig vor einem Bild des Gekreuzigten zu beten, das ihn liebevoll und gütig ansprach, indem es sagte: "Franziskus, siehst du nicht, dass mein Haus in Verfall gerät? Geh also hin und stelle es mir wieder her!" Zitternd und staunend sprach Franziskus: "Gerne, Herr, will ich es tun". Er meinte nämlich, dass sich das Wort auf jene Kirche San Damiano beziehe, der ihres sehr hohen Alters wegen ein baldiger Einsturz drohte. Jene Anrede aber erfüllte ihn mit so großer Freude und erleuchtete ihn mit so hellem Licht, dass er Christus den Gekreuzigten, der zu ihm gesprochen, wahrhaft in seinem Herzen fühlte.

Der hl. Franziskus verstand den Auftrag zunächst wörtlich und begann die zerfallene Kapelle San Damiano mit Mörtel und Stein wieder aufzubauen. Erst nach und nach begriff er, dass der "Wiederaufbau des Hauses" sich nicht nur auf ein zerfallenes Kirchlein bezog, sondern auf die Kirche als solche, auf den "lebendigen Leib Christi", letztlich auf alle Glieder der Kirche.

Einen zerfallenen Eindruck macht die Basilika St. Anna Gott sei Dank nicht. Bei genauerem Hinsehen stellen sich jedoch zahlreiche bauliche Schäden dar, die eine Grundsanierung dieser bedeutsamen Kirche im Herzen des katholischen Bayern notwendig machen. Putzschäden, eine völlig veraltete Elektroinstallation, desolate Kirchenbänke, sowie zahlreiche Schäden an Haupt- und Seitenaltären, Außen- und Innentüren, Böden, Heizung und Brandschutz haben die Deutsche Kapuzinerprovinz (als Pächterin dieser Kirche) dazu veranlasst, eine Grundsanierung in Angriff zu nehmen.

"Stelle mein Haus wieder her!" Als Reformzweig innerhalb der Franziskanischen Ordensfamilie freuen sich die Brüder Kapuziner über jede Form der Unterstützung bei der Grundsanierung der Wallfahrtsbasilika. Es ist das franziskanische Erbe, am geistlichen Aufbau der Kirche von heute mitzuwirken. Die äußere Renovierung des Gebäudes ist ein Bild für die innere geistige und geistliche Erneuerung der Kirche. Die Sakramente der Versöhnung (Beichte) und Eucharistie, das Beten und Singen, das gemeinsame Feiern zur Ehre Gottes und zum Wohl der Seele in dieser Kirche mögen dazu beitragen. Eine schön und gut gestaltete Liturgie der Eucharistie und der Andachten sollen weiterhin möglich sein.

Ihre Kapuziner