Werden Sie Pate

Es gibt jetzt die Möglichkeit, für einzelne Teile im Kircheninneren Patenschaften zu übernehmen. Eine gute Gelegenheit, gezielt bei der Renovierung mitzuhelfen.

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Der elektronische Opferstock

Stumm und geduldig harrt er seiner Wohltäter, und doch ist der Ruf des Opferstockes seit dem alten Luther angekratzt (“wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt”). Ein Opferstock ist wahrlich nicht zu beneiden.

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100 Jahre Grundsteinlegung

Drei Monate nach dem ersten Spatenstich waren die Keller und Fundamente fertig. Am 28. August 1910 hat der Bischof von Passau Sigismud Felix, Freiherr von Ow-Felldorf, zusammen mit Prinz Ludwig von Bayern den Grundstein gelegt.

Hl. Messe und Feier am 28. August 2010

100 Jahre später organisierte der Kirchenrektor P. Felix Kraus zusammen mit der Marianischen Männerkongregation den Festgottesdienst. Festprediger war Br. Marinus Parzinger, z. Z. Stadtpfarrer in München St. Joseph. Nach der festlichen Messe fand eine Lichterprozession zur Gnadenkapelle statt.

Von der Feier “Unterm Saal” mit der Männerkongregation und den königlichen Hoheiten berichtet der Altöttinger Liebfrauenbote am 5. September 2010:

“Für uns Pilger ist die Basilika ein Glücksfall”, sagte der Regensburger Pilgerleiter Bernhard Meiler. Zahlreiche Gäste hatten sich bei der Marianischen Männerkongregation “Unterm Saal” versammelt, um der Grundsteinlegung zum Bau der St. Anna-Basilika vor 100 Jahren zu gedenken. Zuvor hatte in der Basilika ein feierlicher Gotttesdienst mit einer anschließenden Lichterprozession über den Kapellplatz stattgefunden. Der Anlass für den Bau war seinerzeit die steigende Pilgerzahl - u. a. dank der Pilgerzüge wurde der Gnadenort für viele einfacher erreichbar. Und es sind nicht zuletzt die großen Pilgergemeinschaften wie die Regensburger mit über 9.000 Teilnehmern jährlich, die sonst keinen Platz für das Wesentliche fänden, einen Platz, “wo wir gemeinsam im Herzen Bayerns der Muttergottes danken können oder sie um etwas bitten dürfen”, wie Meiler sagte.

“Lassen wir Raum für Gott, engagieren wir uns an diesem Ort, handeln wir aus Liebe und rechnen wir mit Gott”, hatte in seiner Predigt der ehemalige Guardian des St. Magdalenaklosters und damit auch Rektor der Basilika, P. Marinus Parzinger, den Besuchern ans Herz gelegt. “Dann kann auch dieses Haus Gottes Zukunft haben.” Der Guardian und Rektor, P. Felix Kraus, führte durch den Abend.

Es waren die Kapuziner, allen voran Bauherr P. Joseph Anton Keßler, die seinerzeit den Bau der Basilika organisierten; treibende Kraft war die MC, die nicht nur das Eigentumsrecht und die Kosten für das Grundstück übernahm, sondern darüber hinaus finanzielle Mittel zum Bau bereitstellte.

Mit kurzen Dankesworten würdigten beim Treffen “Unterm Saal” Administrator Prälat Ludwig Limbrunner, MdB Stephan Mayer, stellv. Landrat Jetz und Bürgermeister Herbert Hofauer vor allem die damals mutige Entscheidung für den monumentalen Bau.

Besondere Gäste waren Königliche Hoheit Prinz Christoph mit Gemahlin Prinzessin Gudila und Sohn Corbinian aus dem Haus Wittelsbach. Als im Jahr 1910 Bischof Felix von Ow den Grundstein legte, war auch das Haus Wittelsbach vertreten: Prinz Ludwig, der spätere König Ludwig III., unterstütze den Bau der Basilika als Protektor. Prinz Christoph nahm die Einladung nach Altötting gerne an: “Da habe ich nicht lange überlegt”, sagte er und wünschte dem Gnadenort “viele, viele Wallfahrer für die Zukunft.”

Für die MC sprach Präses P. Georg Greimel: “Wir stehen staunend vor dem Mut und der Leistung unserer Vorfahren”, sagte er und versprach, dass die MC am geistigen Grundstein weiterbauen werde und auch bei anstehenden Investitionen wie für Renovierungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten mithelfen werde.
Michael Glaß