Werden Sie Pate

Es gibt jetzt die Möglichkeit, für einzelne Teile im Kircheninneren Patenschaften zu übernehmen. Eine gute Gelegenheit, gezielt bei der Renovierung mitzuhelfen.

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Die Bedeutung

Im alten Kirchenführer (ohne Jahresangabe) “DIE PÄPSTLICHE BASILIKA ZU ALTÖTTING” (Dreifaltigkeitsverlag München 42) findet sich folgende Würdigung:

“Die Basilika ist aus der Notwendigkeit entstanden, einen Kirchenbau von gewaltigen Dimensionen und außerordentlicher Raumweite für die Tausende u. Zehntausende der Wallfahrer aus Deutschland und Österreich zu erstellen. Trotz großer Schwierigkeiten kam der Bau unter der opferbereiten Mithilfe des katholischen Volkes zustande als Denkmal des Glaubens und der Marienminne unserer Zeit. Kunstgeschichtlich ist die Basilika das Werk der Übergangszeit, die noch nicht völlig neue Formen versuchte, aber auch nicht mehr sklavisch die alten Vorbilder kopierte, sondern aus den überlieferten Elementen heimischer Kunstformen ihre Gedanken gestaltete. Vielleicht hat eine kommende Zeit die Kraft, auf den schon im Boden ruhenden Grundmauern zur Fassade die Flankentürme erstehen zu lassen."

Ordens- und wallfahrtsgeschichtliche Bedeutung

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Altötting immer mehr das Ziel großer Pilgerfahrten. Zudem organisierte der Kapuziner P. Cyprian Fröhlich (1853-1931) im Jahr 1897 die Eisenbahn von Mühldorf nach Altötting. Damit stieg die Zahl der Pilger und deren Platzbedarf enorm an.

Im Jahr 1908 verzichtete die Marianische Männerkongregation Altötting auf den geplanten Saalbau für tausende Männer zugunsten einer neu zu errichtenden Kirche. Die Kongregation legte mit dem Grunderwerb den Grundstock für die Basilika und trug durch namhafte Bauzuwendungen wesentlich bei.

Die Kapuziner bauten in der Nähe der Klosterkirche St. Anna (heute St. Konrad) eine größere Kloster- und Wallfahrtskirche St. Anna.

Die Kapuziner durften aus rechtlichen Gründen nicht Eigentümer sein. Sie übernahmen aber die Baulast für das Bauwerk.

Bereits seit 1913 ist die neue Kirche päpstliche Basilika am bedeutendsten Wallfahrtsort Deutschlands.

In Altötting gab es zwei St. Anna-Kirchen, bis die alte Klosterkirche 1953 in St. Konrad umbenannt wurde.

Eigentümerin der Basilika bleibt die Marianische Männerkongregation Altötting. Pächterin ist die Deutsche Kapuzinerprovinz.

Kirchen- und kunstgeschichtliche Bedeutung

St. Anna ist laut Peter Becker, Altötting, der größte Kirchenbau des 20. Jahrhunderts in Deutschland.

Architekt war Johann Baptist Schott aus München (1853–1913).

Der Spatenstich erfolgte am 30. Mai 1910. Der Grundstein wurde am 28. August 1910 gelegt. Die Hebebaumfeier fand am 28. August 1911 statt. Die Bauzeit dauerte bis zum Oktober 1912.

Am 13. Oktober 1912 wurde die Kirche durch den Bischof von Passau Sigismund Felix von Ow-Felldorf geweiht.

Der neobarocke Stil greift die barocke Emblemsprache auf.

Die Kirche ist das bedeutendste späthistorische Monument.

Die Ausstattung des Hochaltares spiegelt das Bekenntnis zu Kirche und Papsttum wieder (Apostel Petrus und Paulus, Papst Leo der Große, Papst Gregor der Große).

Sie ist ein „grandioser Ausdruck des Antimodernismus“ und die „Summe der Theologie Altöttings“ (Prof. Stefan Schmitt aus Burghausen).

Am 13. Oktober 2012 feiert St. Anna ihr 100. Weihejubiläum.